Pfaffenstraße

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1242 Straße bei Stadtgründung angelegt
1284 Platea clericorum StB.
1378 Papenstrate
1730 Papen Straße Hom.
1799 Pfaffenstraße
Die Straße ist erstmals aufgeführt im „Taschenbuch für die Einwohner der Stadt Kiel“ (Pflegebez.)
1242 von der Schumacherstraße an
1730 Schumacher Straße – Papen Thor Hom.
1799 Schumacherstraße – Wall
1952 li.Seite unbebaut (Adb. 1952)
re.Seite Karstadt AG (Adb. 1952)
1965 li.Seite :-Eggerstedtstraße
re.Seite :
Die Zulieferstraße zum Karstadtgebäude parallel zur Eggerstedtstraße erhält die Bezeichnung „Pfaffenstraße“
Früher „Papenstrate“; Papen (plattd.) = Priester; benannt nach den ehemals dort belegenen Wohnungen der Pfarrherren von St. Nikolai.
Nach Willert „Anfänge und frühe Entwicklung der Städte Kiel …“ MKStG 76/S.38 ist die im StB. unter Nr. 786 und 798 aufgeführte Platea penes, versus antiquam ecclesiam wahrscheinlich die Pfaffenstraße, die erst später unter Nr.824 und 868 als Platea clericorum genannt ist.
≡ Ecclesia antiqua :
Von der Südecke des Nikolaikirchhofes führte die Pfaffenstraße zur Bollhörn. Ihr eigentümlich gekrümmter Verlauf kann als Rücksichtnahme auf bereits bestehende Hafenanlagen und die am Kai stehende erste Kaufmannskirche interpretiert werden.
Pfaffentor :
Beim Pfaffentor lag eines der ältesten, schon im Stadtbuch 1289 erwähnten Bollwerke. Im 1. und 2. Rente- und Erbebuch wird es nicht mehr erwähnt; 1378 und 1441 wird wohl die „Papenstrate“, aber erst 1555 das „Papendoer“ genannt. Auf der ältesten Stadtansicht zeigt die Mauer keine Öffnung; ….. 1771 ist das Pfaffentor nur noch oder wie seither eine Mauerpforte, die um 1825 beseitigt wurde.
© Kieler Straßenlexikon

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